Igelfütterung im Herbst und Winter: Wann, was und wie? Igel ziehen viele Menschen in ihren Bann. Wann die Wildtiere zu Hause versorgt werden dürfen und was bei der Fütterung zu beachten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag! 9 Gewicht Zucht, Trächtigkeit & Aufzucht Immunsystem Herbst Ernährung

Wildtier Igel – wann benötigt er zusätzliche Unterstützung?

Gewichts-Check für Igel

Im Herbst muss ein Jungigel mindestens 600 Gramm schwer sein, um den Winterschlaf gefahrlos antreten zu können. Ein erwachsener Igel sollte etwa 1.000 Gramm auf die Waage bringen. Beim Aufpäppeln sollte ein Igel in menschlicher Obhut pro Tag etwa zehn Gramm zulegen – kleinere und abgemagerte Igel auch mehr. Es empfiehlt sich daher, diese Tiere regelmäßig zu wiegen.

Moppel-Igel im Herbst? Bitte nicht füttern!

Gutgenährte Igel sollten jetzt nicht zugefüttert werden, da sie sonst Probleme haben, ihrem natürlichen Lebens-Rhythmus zu folgen. Wird das natürliche Futter im Spätherbst weniger, suchen Igel sich ihr Winterquartier und gehen dort in den Winterschlaf.

Wichtig zu wissen: Welche Nahrung eignet sich für Igel?

Igel gehören zu den Insektenfressern. In einem Lebensraum mit viel Gras, Hecken und Sträuchern finden sie ausreichend Nahrung. Auf ihrem Speiseplan stehen neben Käfern, Larven und Würmern auch Aas und manchmal Eier aus den Gelegen bodenbrütender Vögel. Sie benötigen ein Futter, dass sich an ihrer natürlichen Nahrung orientiert: fett- und eiweißreich, mit einem hohen Anteil tierischer Rohstoffe als Basis. Dabei sollten jedoch Ballaststoffe für ein gut funktionierende Verdauung nicht vernachlässigt werden, da sie in der Natur auch die unverdaulichen Chitin-Anteile von Insekten mitfressen.

ACHTUNG:

Und was ist mit „natürlicher Nahrung“?

Keine Insekten und wirbellosen Tiere verfüttern, auch wenn sie zum natürlichen Nahrungsspektrum des Igels gehören: So lecker Käfer, Regenwürmer und Co. für gesunde Igel auch sind – sie können Parasiten übertragen, und das kann für geschwächte Igel fatal sein.

Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. (LBV) empfiehlt, 100 g Feuchtfutter für Katzen mit zwei Esslöffeln Haferflocken bzw. Weizenkleie zu mischen und in der Dämmerung in einer gut zu reinigenden, flachen Schale nach draußen zu stellen.

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Zu guter Letzt das „Wie“: Tipps zur Fütterungstechnik

  • Futter bei Zimmertemperatur füttern, also Nassfutter rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen.
  • Die beste Fütterungszeit ist abends mit Beginn der Dämmerung, aber geschwächte, untergewichtige Igel sollten ständig Futter zur freien Verfügung haben.
  • Frisches Wasser sollte immer ausreichend zur Verfügung stehen, wie das Futter in einem flachen Gefäß, damit kleine Igel nicht hineinfallen können.
  • Andere Tiere – vor allem Katzen – sollten nach Möglichkeit vom Futterplatz ferngehalten werden bzw. diesen nicht erreichen können.
  • Hygiene an der Futterstelle ist wichtig, damit keinen Krankheiten übertragen werden: Futterreste und Kot regelmäßig entfernen, Näpfe täglich heiß ausspülen.
  • Frisst der Igelpflegling mit gutem Appetit, erscheint gesund und nimmt gut zu, kann bei ausreichendem Gewicht (siehe oben) der Übergang in den Winterschlaf wie folgt unterstützt werden: Ration schrittweise verkleinern und schließlich nichts mehr geben. Dies ist unter anderem ein Signal für den Igel, sich für den Winterschlaf zurückzuziehen. Spätestens nach drei Tagen sollte es so weit sein.

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