Alpakas als Haustiere und Wanderpartner? Alpakas werden immer beliebter – ob als Haustier oder als Wanderpartner. Welche gesetzlichen Vorgaben gelten und warum Sie die flauschigen Vierbeiner keinesfalls als Kuscheltier betrachten sollten, erfahren Sie hier. 6 Anschaffung & Ausstattung

Alpakas – die beliebten, höckerlosen Neuweltkameliden

Alpakas stammen von den Vikunjas ab und zählen zu den höckerlosen Neuweltkameliden, die hauptsächlich als Wolllieferant dienten. Sie wurden über viele Jahrtausende hinweg vom Wild- zum Haus- sowie Hobbytier domestiziert und begleiten uns heute vor allem in der Landwirtschaft, Freizeit, Tourismus und in der Therapie.

Mit einem Stockmaß von bis zu einem Meter können Alpakas gut 50-80 kg auf die Waage bringen. Ihre Lebenserwartung entspricht bis zu 25 Jahre. Zu der bekanntesten und häufigsten Rasse zählt mit einem Vorkommen von 95 % das Huacaya-Alpaka. Durch ihren flauschigen Teddy-Look sind sie nicht nur besonders beliebt, sie wirken auch robuster als die Suri-Alpakas, die durch ihren schlanken Körper und feine Locken bestechen.

Kann ich ein Alpaka als Haustier halten?

Haben auch Sie sich schon einmal gefragt, ob Sie ein oder zwei Alpakas in Ihrem heimischen Garten halten können? Grundsätzlich kann jeder mit einer Weidefläche von mindestens 1000 m² zwei Alpakas halten. Für jedes weitere Tier schreibt die Bundesregierung eine Vergrößerung um 100 m² vor. Alpakas sind Herdentiere und dürfen keinesfalls alleine gehalten werden. Der Alpakazuchtverband Deutschland e. V. (AZVD) empfiehlt mindestens zwei Hengste oder zwei Stuten zusammen zu halten und rät vom typischen “Pärchenkauf”, also Hengst und Stute, ab. Vielmehr ist eine Gruppe aus drei oder mehr Tieren anzuraten.

Um die Tiere das ganze Jahr über mit Gras und Heu zu versorgen, betont der AZVD, dass die gesetzlich vorgegebene Weidefläche keinesfalls ausreichend ist und empfiehlt im Gegenzug eine Fläche von mindestens 600-800 m² pro Tier. Zusätzlich sollte ein Offenstall geboten werden, um ihnen einen Rückzugsort zu bieten.

 

Worauf sollte ich bei einer Alpaka-Wanderung achten?

Geführte Wanderungen mit den flauschigen Vierbeinern stehen hoch im Kurs und bieten eine optimale Alternative zur privaten Haltung von Alpakas. Doch auch hierbei gilt es einige Dinge zu beachten: Alpakas sind Flucht- und Distanztiere und mögen grundsätzlich keinen intensiven Körperkontakt. Vor allem in den ersten sechs bis acht Lebensmonaten sollten die Tiere so wenig Kontakt wie möglich zum Menschen haben, da dieser zu unheilbaren Fehlprägungen oder Verhaltensstörungen führen kann.

Aufgrund ihrer ursprünglichen Herkunft aus den Anden, wo die Temperaturen meist unterhalb der 20 Grad Marke liegen, wird es Alpakas vor allem im Sommer häufig zu warm. Deshalb sollten Wanderungen vorzugsweise bei kühleren Temperaturen und trockenem Wetter stattfinden.

Sollten Sie sich für eine Alpaka-Wanderung entscheiden, werden Sie in der Regel vor Ort von geschulten Mitarbeitern eingewiesen, um Ihnen und den Tieren ein bestmögliches Wandererlebnis zu ermöglichen.

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