Hitzefalle Auto – tödlich und leider immer wieder unterschätzt Natürlich weiß jeder, dass sich ein Auto in der Sonne aufheizt. Doch wussten Sie, dass die Innentemperatur in nur 30 Minuten um 16 °C steigen kann? Wir zeigen Ihnen, wie gefährlich es wirklich ist, sein Tier mal kurz im Auto zu lassen. 9 Frühling Sommer

Rasante Affenhitze

Natürlich weiß jeder, dass sich ein Auto in der Sonne aufheizt. Doch wem ist bewusst, dass die Innentemperatur in nur einer halben Stunde um 16 °C steigen kann? Aus 24 °C sind dann 40 °C geworden. Und das ist lebensgefährlich für Hunde, aber natürlich auch für Katzen und andere Tiere, die im Auto zurückgelassen sind.

Patienten mit Hitzschlag haben übrigens eine Überlebenschance von unter 50 %. Selbst wenn es nicht so weit kommt, wird es für einen gesunden Hund schon ab 30 °C richtig unangenehm. Ausgehend von 24 °C Außentemperatur kann diese Schmerzgrenze im Auto bereits nach weniger als 10 Minuten erreicht sein.

Gut zu wissen:

“Nur kurz“ etwas einkaufen

Wie lange dauert der Einkauf im Supermarkt wirklich, bei dem der Vierbeiner „nur kurz“ mal im Auto allein gelassen wird? Für ein oder zwei Lebensmittel braucht man durchschnittlich 6 bis 10 Minuten, sagt die Statistik, für acht bis zehn Teile bereits eine halbe Stunde. Wartezeiten durch lange Schlangen an den Kassen, Kleingeld-passend-Bezahler („Ich hab’s gleich …“) oder Rückfragen („Rita, was kosten die Tomaten?“) kommen noch dazu.

Die häufigsten Irrtümer

Treibhauseffekt

Wenn das Hecheln versagt

Die kühlende Wirkung des Hechelns beruht ja gerade auf dem Prinzip der Wärmeabgabe durch Verdunstung (Verdunstungswärme). Steigt die Luftfeuchtigkeit im Fahrzeuginneren zusammen mit der Temperatur, kann keine weitere Verdunstung mehr stattfinden und die „Klimaanlage“ des Hundes versagt. Das führt zu nur noch stärkerem Hecheln. Der daraus resultierende Flüssigkeitsverlust belastet das Tier zusätzlich. Es kann so stark dehydrieren, dass ein Multiorganversagen erfolgt.

Brachycephale Rassen bekommen sogar meist schon vorher ein Problem. Denn bei „Kurznasen“ sind die normalerweise für die Atmung vorgesehenen Luftwege der Nase häufig so eng, dass sie schon bei moderaten Außentemperaturen die Maulatmung benötigen. Wenn sie dann bei höheren Temperaturen noch ihre „Klimaanlage“ brauchen, stehen Atmung und Hecheln in unvereinbarer Konkurrenz zueinander. Folglich überhitzen die Hunde oder leiden an Sauerstoffmangel – letztendlich kommt es zum Kollaps.

Was kann ich tun, wenn ich einen leidenden Hund im überhitzten Auto sehe?

Kurz und knapp

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