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Was ist Zwingerhusten eigentlich?
Wie steckt sich ein Hund mit Zwingerhusten an?
Die Erreger können sich vor allem über Tröpfchen und Aerosole verbreiten, die beispielsweise beim Husten oder Niesen entstehen. Auch direkter Kontakt zwischen Hunden und gemeinsam genutzte Gegenstände können bei der Übertragung eine Rolle spielen. Dazu gehören etwa Wassernäpfe, Spielzeug oder andere kontaminierte Oberflächen.
Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko besteht deshalb überall dort, wo viele Hunde zusammenkommen, beispielsweise:
- in Hundeschulen und Welpengruppen
- in Tierpensionen und Tierheimen
- auf Hundeplätzen
- auf Ausstellungen oder anderen Hundeveranstaltungen
- beim engen Kontakt mit vielen wechselnden Artgenossen
Genau daher stammt auch die Bezeichnung „Zwingerhusten“: Früher wurden Hunde oft dicht an dicht im Zwinger gehalten, die Erkrankung konnte sich so besonders schnell verbreiten. Ein einzelner Kontakt beim Spaziergang kann jedoch ebenfalls für eine Ansteckung ausreichen.
Wie lange es dauert, bis erste Symptome auftreten, hängt auch vom beteiligten Erreger ab. Für Bordetella bronchiseptica nennt die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) beispielsweise eine Inkubationszeit von ca. 2 -10 Tagen. Infizierte Hunde können den Erreger außerdem noch über einen längeren Zeitraum ausscheiden.
Typische Symptome
Das auffälligste Symptom ist meist ein plötzlich auftretender, trockener und kräftiger Husten. Er kann anfallsartig auftreten und klingt teilweise wie ein Bellen oder Keuchen, ähnlich wie beim menschlichen Keuchhusten.
Nach einer Hustenattacke beginnen manche Hunde zu würgen. Für Halter sieht es dann manchmal so aus, als hätte der Hund einen Fremdkörper verschluckt oder müsse sich übergeben.
Zusätzlich können auftreten:
- Niesen
- leichter Nasen- oder Augenausfluss
- vorübergehend weniger Appetit
- leichte Abgeschlagenheit
Bei einem unkomplizierten Verlauf geht es vielen Hunden zwischen den Hustenanfällen erstaunlich gut. Sie fressen, spielen und möchten spazieren gehen. Häufig klingt die Erkrankung innerhalb einiger Tage bis wenige Wochen wieder ab.
Dann solltest du zum Tierarzt
Husten sollte grundsätzlich abgeklärt werden, denn nicht jeder Husten ist automatisch Zwingerhusten. Auch Erkrankungen des Herzens, der Lunge oder der Luftröhre sowie Fremdkörper können ähnliche Symptome verursachen.
Besonders wichtig ist eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung, wenn dein Hund zusätzlich:
- Fieber entwickelt
- deutlich schlapp wirkt
- kaum oder gar nicht frisst
- Schwierigkeiten beim Atmen hat
- einen feuchten oder produktiven Husten entwickelt
- starken oder eitrigen Nasenausfluss zeigt
- sich sein Allgemeinzustand verschlechtert
Solche Symptome können darauf hindeuten, dass sich die Infektion auf die tieferen Atemwege ausgebreitet hat. In schweren Fällen kann sich eine Bronchopneumonie, also eine Entzündung der Bronchien und des Lungengewebes (Lungenentzündung), entwickeln. Besonders gefährdet für komplizierte Verläufe sind unter anderem sehr junge, geschwächte oder ältere Hunde.
Zwingerhusten und Immunsystem
Ein wichtiger Teil des Immunsystems sitzt direkt an den Eintrittspforten des Körpers und dazu gehören auch die Schleimhäute der Atemwege: Schleim, Flimmerhärchen und lokale Immunzellen bilden hier gemeinsam eine erste Verteidigungslinie. Einige Erreger des Zwingerhustenkomplexes können diese Barriere jedoch schwächen.
Bei einer Infektion mit Bordetella bronchiseptica wird beispielsweise die Bewegung der Flimmerhärchen gestört. Gleichzeitig können Mechanismen der lokalen Immunabwehr beeinträchtigt werden. Auch eine vorausgehende Virusinfektion kann die Atemwegsschleimhaut so verändern, dass sich anschließend Bakterien leichter ansiedeln. Deshalb sind Mischinfektionen beim CIRDC keine Seltenheit.
Wie schwer ein Hund erkrankt, hängt daher nicht nur davon ab, welchem Erreger er begegnet. Auch Alter, allgemeiner Gesundheitszustand, Stress, Umweltbedingungen und die Immunabwehr können den Krankheitsverlauf beeinflussen. Eine gute allgemeine Versorgung mit Energie und essenziellen Nährstoffen ist grundsätzlich wichtig für eine normal funktionierende Immunabwehr. Sie ersetzt jedoch weder einen passenden Impfschutz noch Hygienemaßnahmen und kann eine Infektion mit Zwingerhustenerregern nicht sicher verhindern.
Was tun, wenn der Hund Zwingerhusten hat?
Wichtig
So beugst du Zwingerhusten vor
Fazit: Zwingerhusten ist meistens harmlos, aber hoch ansteckend
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