Ist BARFen gesünder als fertiges Hundefutter? Rohfütterung oder industriell hergestellte Tiernahrung? Hier scheiden sich bekanntlich die Geister, dabei haben beide Arten der Fütterung ihre Vor- und Nachteile. Was BARF bedeutet & ob es tatsächlich gesünder ist als Fertigfutter, finden Sie hier! 5 Allergie, Haut & Fell Ernährung Immunsystem Magen & Darm

Was bedeutet BARF?

Die Abkürzung BARF steht im Deutschen für “Biologisch artgerechtes rohes Futter”. In der englischen Schreibweise kursieren Deutungen wie “Born-Again Raw Feeders” oder “Bones And Raw Foods”. Allgemein lässt sich BARF als eine fleischbasierte Rohfütterung – also angelehnt an die Ernährung von Wölfen und Wildhunden – verstehen.

Gemäß einer Umfrage des Industrieverbandes Heimtierbedarf (IVH) und des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V. (ZZF) aus dem Jahr 2019 BARFen 4 % aller Hundebesitzer ihren Hund und füttern ausschließlich oder zumindest teilweise rohes Fleisch, Fisch, Knochen, Knorpel und Innereien. Jede Mahlzeit setzt sich zu etwa 80 % aus tierischen und zu 20 % aus pflanzlichen Komponenten wie Ölen, Kräutern, Obst- und Gemüse, Quark uvm. zusammen.

Die Vor- und Nachteile des BARFens

Während das Füttern von Fertignahrung sicherlich unkomplizierter und ihre gleichbleibende Zusammensetzung immer genau auf die Nährstoffbedürfnisse des Tieres angepasst ist, wird von vielen BARF-Befürwortern insbesondere der Abwechslungsreichtum der biologisch artgerechten Rohfütterung geschätzt. Auch der zum Teil etwas höhere Arbeitsaufwand im Vergleich zu Fertignahrung wird hierfür gerne in Kauf genommen, denn die Rohfütterung ist alles in allem näher an der Natur des Hundes bzw. der seiner wölfischen Vorfahren orientiert als gebackene Kroketten und Dosenfutter.

Bei all diesen durchaus nachvollziehbaren Argumenten sollten Sie jedoch nicht vergessen: Auch eine BARF-Ration wird vom Menschen zusammengestellt und entspricht nicht unbedingt dem, was der Wolf in freier Wildbahn fressen würde – dies kann der Mensch aus rein praktischen Gründen oftmals gar nicht leisten. Die bedarfsgerechte Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen stellt beim BARFen eine besondere Herausforderung dar, insbesondere, wenn sie mit natürlichen Komponenten wie z. B. Eierschalen erfolgen soll. Hier empfiehlt sich dringend die rechnerische Überprüfung der Ration im Rahmen einer tierärztlichen Ernährungsberatung (Fachtierarzt für Tierernährung).

Rohfütterung oder Fertignahrung – was ist besser geeignet?

Sowohl die Rohfütterung als auch das Füttern von industriell hergestellter Nahrung haben ihre Vor- und Nachteile. Generell sollten Sie sich beim BARFen nicht zu sehr an das Fressverhalten eines Wolfes orientieren – der Hund stammt zwar vom Wolf ab, jedoch haben sich unsere Vierbeiner im Laufe der Jahre an die Ernährung des Menschen angepasst, weshalb sie nicht mehr als strikte Fleischfresser, sondern als fleischorientierte Allesfresser gelten. Achten Sie außerdem auf eine bedarfsgerechte Ernährung und berücksichtigen Sie notwendige Vitamine sowie Mineralstoffe.

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