Tipps für »Silber-Schnauzen«: Rund um Gesundheit und Ernährung Haben Sie bei Ihrer treuen Fellnase schon Zeichen von »Altersweisheit« entdeckt? Es ist völlig normal, dass unsere Hundesenioren im Alltag etwas mehr Unterstützung benötigen. Erfahren Sie hier, wie Ihr Hund lange körperlich und geistig fit bleibt. 11 Gelenke Ernährung Senior

Gesundheitsexperten

Vielleicht kennt Ihr Hund seine Tierärztin bisher nur von wenigen Besuchen für die Impfung und Entwurmung oder die Floh- und Zeckenprophylaxe. Jetzt, mit zunehmendem Alter, sollten Sie die Besuchshäufigkeit steigern. Denn Vorsorge ist bekanntlich die beste Medizin. Experten raten zu mindestens zwei Kontrollen im Jahr, sobald Ihr Hund zum »Club der Ü7« zählt. Dabei gilt: große Rassen etwas früher, kleine eventuell etwas später.

Die Tierarztpraxis ist Ihr Partner für das Wohlbefinden Ihrer Silber-Schnauze. Fragen Sie dort am besten mal gezielt nach einem sogenannten »Geriatrie-Check«, einem individuell angepassten Untersuchungsplan für ältere Tiere! Dabei kann man Ihnen auch gleich zeigen, wie Sie ein paar ganz einfache Gesundheitskontrollen selber durchführen können.

Spielerisch erkunden

Zähne und Zahnfleisch:

Werfen Sie einen Blick ins Maul Ihres Tiers: Eine schlechte Zahn- und Mundhygiene ist für Ihr Tier eine große Last! Entzündetes Zahnfleisch ist sehr schmerzhaft und kann zu Fressunlust führen. Wussten Sie, dass Bakterien aus der Zahnsteinplaque sogar die Herzklappen schädigen können?

Nase, Augen und Ohren:

Zeigen sich an der Nase Spuren von frischem oder angetrocknetem Sekret? Sind die Augen klar? Gibt es Sekret-Spuren im Fell? Sind die Ohrmuscheln und Gehörgänge frei von Haaren und Ohrenschmalz? Das ist wichtig, denn Ohren, die verstopft sind, entzünden sich schneller.

Anal- und Genitalregion:

Wie sieht es in der Umgebung der Ausscheidungsorgane aus? Sehen Sie dort Verklebungen mit Sekret oder Exkrementen? Bei nachlassender Beweglichkeit fällt Ihrem Hund die Fellpflege in diesen schwer erreichbaren Körperregionen häufig schwer.

Haut und Fell:

Wirkt das Haarkleid gepflegt? Gibt es verfilzte Bereiche, haarlose Stellen oder Schuppen? Steht das Fell struppig und glanzlos ab? Ist die Haut weich oder gibt es Stellen, die sich geschwollen anfühlen? Sehen oder fühlen Sie Knoten unter der Haut? Erkennen Sie Liegeschwielen? Sie bilden sich meist zuerst am Ellenbogen.

Bewegungsapparat:

Kann Ihr Tier zügig und in einem flüssigen Bewegungsablauf auf jedem Untergrund aufstehen? Läuft es nach wie vor leichtfüßig, auch unmittelbar nach dem Aufstehen? Kann Ihr Tier noch problemlos treppauf und treppab laufen? Zögert es beim Springen? Schleift Ihr Hund mit den Krallen über den Boden, so dass die Krallen wie abgeschliffen aussehen?

Empfindlichkeit und Schmerzempfinden:

Lässt sich Ihr Tier überall am Körper problemlos anfassen? Reagiert es bei Berührung ausweichend, schreckhaft oder sogar aggressiv? Dann kann das auf ein Schmerzproblem hindeuten.

Verhalten:

Ist Ihr älterer Hund plötzlicher ängstlicher oder reagiert es unerwartet aggressiv? Wenn derartige Veränderungen erst im Alter auftreten, gibt es in aller Regel einen körperlichen Grund dafür. Meist sind es Schmerzen.

Noch ein Tipp:

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»Wer rastet, der rostet!«

Wichtige Ernährungstipps

Die Ernährung spielt eine große Rolle bei der Gesunderhaltung. Die Zusammensetzung des Futters sollte daher stets den Bedürfnissen der unterschiedlichen Lebensphasen entsprechen. Ob im Alter eine Umstellung notwendig wird, erfahren Sie in Ihrer Tierarztpraxis. Nicht nur das Futter, auch die Anzahl der Mahlzeiten sollten Sie gegebenenfalls anpassen: Füttern Sie Ihren Senior mindestens zweimal, gegebenenfalls auch drei- bis viermal täglich in kleineren Portionen.

Erkrankungen, die Ihr Hund als Jungspund in ein paar Tagen weggesteckt hat, können ihn im Alter schon einmal etwas länger plagen. In solchen Fällen leisten spezielle Veterinärdiäten einen wertvollen Beitrag. So empfiehlt sich zum Beispiel bei Verdauungsstörungen ein besonders leichtverdauliches Futter, das reich an Omega-3-Fettsäuren und Präbiotika ist. Und bei nachlassender Nierenfunktion ist eine spezielle »Nierendiät« mit einem niedrigen Phosphorgehalt wichtig für Ihren Liebling.

Auch bestimmte Ergänzungsfuttermittel sind besonders gut geeignet, ältere Tiere zu unterstützen. Hierbei ist beispielsweise an Omega-3-Fettsäuren zu denken, die ja auch aus der Nahrungsergänzung des Menschen bekannt sind. Weitere Bespiele wären L-Carnitin zur Förderung der Herzfunktion oder eine »Darmkur« mit Pro- und Präbiotika zur Stabilisierung des wichtigen Darm-Mikrobioms. Von diesem weiß man heute, dass es große Bedeutung für die Gesundheit, insbesondere für die Immunabwehr hat. Das Mikrobiom leidet vor allem bei körperlicher Belastung und Stress, chronischen oder akuten Verdauungsstörungen und durch die Gabe von Antibiotika. Ebenfalls empfohlen werden multi-funktionale Präparate, die speziell für Hundesenioren entwickelt wurden. Sie berücksichtigen gleich mehrere alterstypische »Baustellen« (z. B. Gelenke, Durchblutung, Zahnhygiene).

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